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6.2.2026Dietrich Bojko4 Min. Lesezeit

Webtechnologie Auswahl – Der ultimative Guide

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Webtechnologie Auswahl – Der ultimative Guide
Konzeptuelles Bild: Ein antiker Kompass auf einem Holzschreibtisch, von dem leuchtende digitale Pfade zu einem Modellhaus (CMS), einem Werkzeughaufen (Framework) und einem Cloud-Symbol (Headless) führen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Absolut. WordPress ist wie ein Schweizer Taschenmesser – es kann alles ein bisschen, aber nichts perfekt. Wenn du hochsensible Kundendaten verarbeitest, eine komplexe API-Schnittstelle zu deinem Warenwirtschaftssystem brauchst oder maximale Performance ohne Ballast suchst, ist WordPress oft die falsche Wahl. Es ist mächtig, aber ab einem gewissen Grad an Komplexität kämpfst du mehr gegen das System, als dass es dir hilft.
Stell dir den Unterschied zwischen einem Möbelhaus und einem Schreiner vor. Beim CMS (Möbelhaus) sind die Regale schon fertig; du schraubst sie nur zusammen. Beim Framework (Schreiner) bezahlen wir den Entwickler dafür, dass er jedes Brett einzeln sägt und einpasst. Das dauert länger, aber dafür passt der Schrank am Ende auch perfekt in die schiefe Nische unter der Treppe – was das Standard-Regal nie könnte.
Es ist beides. Für reine Informations-Websites (z.B. die Seite einer Bäckerei) ist Headless oft „Over-Engineering“ – also unnötig kompliziert und teuer. Aber sobald du Inhalte zentral pflegen und gleichzeitig auf einer Website, einer App und einem Infoscreen im Foyer ausspielen willst, ist Headless kein Hype mehr, sondern die einzige wirtschaftlich sinnvolle Architektur.
„Einfach“ ist hier das gefährliche Wort. Ein Wechsel der Basistechnologie (z.B. von WordPress zu Laravel) ist fast immer ein kompletter Neubau. Die Daten können meist migriert werden, aber das Frontend (Design & Logik) muss neu programmiert werden. Deshalb ist die Analyse vor dem ersten Codezeile so teuer – aber immer noch billiger als ein Relaunch nach zwei Jahren.
Sicherheit ist kein Produkt, sondern ein Prozess. Grundsätzlich gilt: Je populärer ein System (wie WordPress), desto öfter wird es angegriffen, aber desto schneller werden auch Lücken geschlossen. Statische Seiten (Static Site Generators) sind theoretisch am sichersten, da es keine Datenbank gibt, die gehackt werden kann. Am unsichersten ist immer das System, das nicht gewartet wird – egal wie teuer es war.

Ausblick: Der erste Kampf

Wir starten direkt mit dem Duell der Giganten. Marktführer gegen Struktur-Genie. WordPress vs. Contao.

Dietrich Bojko
Über den Autor

Dietrich Bojko

Senior Webentwickler

Webinteger arbeitet seit vielen Jahren produktiv mit Linux-basierten Entwicklungsumgebungen unter Windows.
Der Fokus liegt auf performanten Setups mit WSL 2, Docker, PHP, Node.js und modernen Build-Tools in realen Projekten – nicht auf theoretischen Beispielkonfigurationen.

Die Artikel dieser Serie entstehen direkt aus dem täglichen Einsatz in Kunden- und Eigenprojekten und dokumentieren bewusst auch typische Fehler, Engpässe und bewährte Workarounds.

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